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Böhl-Iggelheim, den 31.07.2018

 

Mein (Holder-)Jugendtraum geht in Erfüllung

 

Schon als Jugendlicher interessierten mich besonders die Weinbergtraktoren, ganz besonders die Holder der A-Serie. In meinem schönen Heimatland, der Pfalz, wurden sie oft in den Hanglagen der Weinberge eingesetzt. Bei Traktortreffen blicke ich die Holder immer sehnsuchtsvoll an.

Mein beruflicher Weg ging dann aber in eine ganz andere Richtung. Beruflich bestimmten nicht Dieselduft und Traktorengebrumm mein Arbeitsleben, sondern Büroluft und Aktenberge. Dass mir etwas fehlte, wurde mir nach 45 Dienstjahren in Vorbereitung auf meinen Ruhestand bewusst. In meinem Ruhestand wollte ich mir dann endlich meinen Jugendtraum erfüllen. Durch einen Zufall, ich nenne es heute Fügung oder Schicksal, kam ich über einen „holderverückten“ Bekannten mit Herrn Friedbert Planker in Verbindung, der in seinem umfangreichen Fundus gerade auch meinen Traum, einen Holder A 45, hatte. Ein erstes persönliches Kennlernen der Familie Planker erfolgte dann nach ca. 1,5 Jahren in Grevenbroich.

Nachdem Friedbert mir seine sehr beeindruckende Holdersammlung, seine Raritäten, seine Werkstatt bis hin zu seinen Spezialwerkzeugen sehr engagiert gezeigt und erklärt hatte, ahnte ich schon, dass diese Verbindung ein großer Glücksfall war. „Mein“ noch unrestaurierter A 45 machte allerdings auf mich noch keinen Eindruck, denn mir fehlte die Vorstellungskraft, dass daraus wieder ein Schmuckstück werden könnte. Friedbert, der mir meine Zweifel ansah, gab mir Hoffnung mit den Worten: „Der wird wieder wie neu, vielleicht noch ein bisschen schöner …..“

Über den Fortschritt der Arbeiten haben uns Sibille und Friedbert mit Bildern auf dem Laufenden gehalten.

An Ostern 2018 war es dann soweit. Diese Osterüberraschung werde ich nie vergessen, denn wir erhielten die ersten Bilder unseres Schmuckstückes – dem jetzt nicht mehr wieder zu erkennenden „neuen“ Holder A 45. Unvorstellbar, wie aus diesem „Schrotthaufen“ ein technisch hochwertiger und auch optisch wunderschöner Traktor wurde. Ganz sprachlos war ich, als ich 4 Wochen später meinen A 45 „persönlich“ kennenlernen durfte. Für mich ein besonderer Augenblick voll Sentimentalität und Rührung. Selbst meine Frau – bis dahin noch nicht vom Holdervirus infiziert ist, war sehr beeindruckt.

Eigentlich unbeschreiblich: Ein besonderes Schmuckstück durch eine außerordentliche Spitzenleistung von Friedbert!!!

Die Übergabe erfolgte erst 6 Wochen später. Durch einige Probefahrten wurden Ölverluste und technische Mängel akribisch ausgeschlossen und Einstellungen optimiert. Das beispiellose „Leistungspaket“ von Friedbert wurde dadurch abgerundet. Er wurde seinem Motto gerecht: „ Ich übergebe nur 100 %ige Traktoren.“

Mich begeistert, wie Friedbert sich mit vollem Herzblut für „seine“ Holder und Fans einsetzt. Er wird in der Fachwelt zurecht als „ Holderpapst“ wegen seiner hohen Fachkompetenz, immer präzisen und verbindlichen Aussagen, seiner besonderen Hilfsbereitschaft, seiner legendären Ideen für Problemlösungen und seinem unbeschreiblich großen Fach- und Hintergrundwissen beschrieben. Ich hab ihn als solchen kennen und schätzen gelernt.

Danke lieber Friedbert, dass Du meinen Lebenstraum absolut erfüllt hast. Barbara und ich sind sehr stolz auf Dein Meisterwerk. Auch ein ganz herzliches Dankeschön an Sibille.

Ganz herzliche Holdergrüße aus der Pfalz

Barbara und Ralf

 

P.S. Meinen Holder A 15 durfte ich auch in Friedberts „Schönheitskur“ schicken. Schon jetzt freuen wir uns auf den „Kurerfolg“.

 

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Die Holdergeschichte des Richard Böpple  

Holder B10 - Baujahr 1955

 

Angeschafft hatte sich seinerzeit mein Patenonkel den Holder B10, Bj. 1955, mit Anlasser, um diesen in der Land- und Forstwirtschaft einzusetzen. Dies war auch lange Zeit der Fall, bis der Umtrieb der Land- und Forstwirtschaft zurückgegangen und der Holder in Vergessen-heit geriet.

Bei einem Besuch bei meinem Patenonkel in 2002 kamen wir auch per Zufall in die Garage. Dort habe ich dann den Holder B10 unter altem Gerümpel entdeckt.

Nachdem er wohl keine Verwendung mehr für diesen hatte, habe ich ihn gefragt, ob er ihn mir nicht schenken wolle. Er willigte sofort ein und zwei Tage später habe ich den Holder abgeholt.

Ich habe ihn gründlich gereinigt, teilweise frische Farbe aufgetragen und den durch Frostschaden kaputt gegangenen Zylinderkopf durch einen neuen ausgetauscht.

Am 30. September 2002 habe ich ihn dann beim TÜV vorgefahren, wo er sofort ohne jegliche Beanstandung abgenommen wurde.

Danach wurde der Traktor bei uns wieder zum Mähen von Wiesen, zum Holz machen und zur Pflege von Wald und Feld eingesetzt.

Ich war sehr zufrieden mit meinem Holder B10.

Im Jahr 2014 trat dann doch ein Problem auf: der Holder verlor Öl und hat stark geraucht. Woraufhin ich den Holder am 20. März 2014 in eine Landmaschinen-Werkstatt brachte, wo mir gesagt wurde, dass das kein Problem sei und ich den Traktor in 3 Wochen repariert wieder abholen könne. Leider war dies nicht der Fall, bei meinen Nachfragen, wann der Traktor denn fertig sei, wurde ich immer wieder vertröstet, bis es endlich am 30. Mai 2014 so weit war - ich konnte meinen geliebten B10 wieder abholen.

Ziemlich überrascht war ich dann doch, dass mir eine Rechnung über Motorarbeiten, Kupplungs- und Ölpumpentausch über € 4.000,41 vorgelegt wurde.

Aber was macht man nicht alles für seinen geliebten Holder B10, ich habe die Rechnung anstandslos beglichen.

Zuhause angekommen, habe ich jedoch festgestellt, dass der Holder in derselben Verfassung war wie vor seinem Werkstatt-Aufenthalt!

Sofort habe ich reklamiert, aber der Besitzer der Werkstatt hat gar nicht verstanden, warum. Ich sollte ihn nochmals bringen, damit er sich das ansehe.

Gesagt, getan. Leider war mir nicht bewußt, dass ich damit in eine noch größere Misere eintreten würde...

In der Werkstatt hat man dann völlig unfachmännisch den Auspuff zugeschweißt, damit da kein Öl mehr austreten kann. Der Motor wurde ausgebaut und angeblich in eine "Spezialfirma" zur Überholung gegeben, von wo er nie mehr zurück kam.

Als ich dann nach langen erfolglosen Versuchen einen Anwalt eingeschaltet habe, der die ganze Angelegenheit beschleunigen wollte, hat die Werkstatt behauptet, dass der Motor des B10 noch in der "Spezialfirma" sei und er interimsmäßig einen "Ersatzmotor" einbauen werde, bis mein Motor wieder zurück sei. Beim Einbau hat sich dann herausgestellt, dass der Motor gar nicht für einen B10 geeignet war, weshalb Schweißarbeiten am Fahrgestell zum Befestigen des "Ersatzmotors" vorgenommen wurden.

Als ich am nächsten Tag meinen B10 wieder nutzen wollte, hat sich gezeigt, dass der "Ersatzmotor" gar nicht funktionierte.

Bei einer erneuten Reklamation hat die Werkstatt dann mitgeteilt, dass es sich um einen "neuen Motor" handle, und sollte dieser nicht funktionieren, ich diesen kaputt gemacht hätte.

Und das innerhalb eines Tages!!!

Ich habe meinen alten Motor zurückgefordert, wobei sich herausstellte, dass dieser bereits seit Monaten in der Werkstatt des Beauftragten stand. Dieser sei unwiederbringlich zerstört und nicht mehr in Funktion zu setzen, war die Auskunft des Inhabers der Werkstatt.

Nach einem langen Schlagabtausch zwischen den Anwälten und einer unerquicklichen Gerichtsverhandlung habe ich mich entschieden, das Urteil anzunehmen, bei dem die Werkstatt mir zwar nicht den ganzen Rechnungsbetrag, aber immerhin € 3.000,00 und meinen kaputten Originalmotor zurückgegeben hat.

Meine Tochter hatte in der Zwischenzeit in langen Recherchen den "Holderpapst" ausfindig gemacht und Kontakt mit ihm aufgenommen. Herr Planker konnte ob meiner Geschichte die Welt nicht mehr verstehen und hat uns freundlicherweise den - in der Zwischenzeit bei der ganzen Familie geliebten - Holder B10 wieder in Gang gesetzt und damit wieder viel Freude in unsere Leben gebracht.

Insgesamt stand der Traktor fast drei Jahre still. Herr Planker hat ihn innerhalb von zwei Wochen wieder in Gang gesetzt. Die zweimalige Anreise aus dem wilden Süden nach Grevenbroich hat sich gelohnt!

 

 

Holder B10 - Baujahr 1953

 

Mein zweiter Holder B10, Bj. 1953, ohne Anlasser, mit Kurbel, außerdem ausgestattet mit Pflügen und Vordermähwerk, stammt von meinem Schwiegervater.

Dieser hat ihn im August 1953 erworben, um ihn in der Landwirtschaft einzusetzen.

Lange Zeit wurde er eingesetzt, um Heu und Ömd ebenso wie Weizen und Gerste zu mähen und um Holz im Wald zu holen.

Als mein Schwiegervater nach der Kriegsgefangenschaft viel zu früh verstorben ist, habe ich mit meiner Schwiegermutter und meiner Frau noch vier Jahre die Landwirtschaft nebenberuf- lich weiter betrieben. Danach wurde der B10 im Schuppen abgestellt.

Am 11. November 2000 habe ich den B10 dann wieder in Betrieb genommen und bin anstandslos durch den TÜV gekommen. In der Zwischenzeit habe ich diesen B10 meinem Sohn übergeben, bei dem er nach wie vor ohne Probleme läuft. Eingesetzt wird er vor allem für Holzarbeiten im Wald und dem Transport zwischen Wald, Lagerstätte und Haus.

 

Richard Böpple

im März 2018

 

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© Christoph Planker/Sibille Planker